Ablauf


1

Erstgespräch

  • Telefonisch, per E-Mail oder persönlich

  • informativ

  • anonym

  • kostenlos

  • bei Bedarf Terminvereinbarung

2

Austestung und Gutachten

AFS-Test (Computer-Testverfahren)

  • objektiv und zuverlässig
  • Begleitung und Anleitung während der gesamten Austestung

Analyse von Schriftproben / Rechentest

  • am Besten Kopien von Schularbeiten mitbringen

Pädagogisches Gutachten / Lehrerbrief

  • zur Vorlage in Schulen

3

Training

  • Erstellung eines pädagogisch-didaktischen Trainingsplanes
  • individuelle Lernförderung

  • individuell erstellte Übungen für Ihr Kind (basierend auf Austestung, Anamnese, Fehleranalyse)

  • Training der Aufmerksamkeit und der Sinneswahrnehmungen

  • Förderung der individuellen Fähigkeiten, Talenten und Begabungen 

  • Übungspakete für zu Hause (individuell erstellt)

  • Altersgerecht aufbereitet

FAQ

1. Was ist Legasthenie und Dyskalkulie?

Im Allgemeinen äußert sich Legasthenie durch Schwierigkeiten im Umgang mit Buchstaben beim Schreiben oder Lesen. Als Dyskalkulie werden Schwierigkeiten im Umgang mit Zahlen, Zahlenräume oder Grundrechenoperationen bezeichnet. Dies hat jedoch weder eine unangemessene Beschulung noch eine inadäquate Förderung zur Ursache. Es handelt sich hier ebenso um keine Intelligenzminderung, Krankheit oder sogar Behinderung! Ganz im Gegenteil. Kinder, die von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen sind, sind oft überdurchschnittlich intelligent.

Im Gegensatz zu der Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) oder Rechenschwäche (RS), an welcher Stelle ein Übungs- und Lerndefizit vorhanden ist, handelt es sich bei Legasthenie und Dyskalkulie um eine genetische Disposition, bei der eine Aufmerksamkeitsreduktion und eine Teilleistungsschwäche des zentralen Nervensystems vorhanden ist.

Legasthene und dyskalkule Menschen haben eine besondere Informationsverarbeitung und resultierend daraus eine besondere Lernfähigkeit. Sie nehmen ihre Umwelt anders wahr, als nicht legasthene Menschen.
Ihre Aufmerksamkeit lässt stark nach, wenn sie mit Symbolen, wie Buchstaben oder Zahlen zu tun haben, da sie diese durch ihre differenzierten Teilleistungen anders empfinden, als nicht betroffene Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben oder Rechnen. Bei legasthenen und dyskalkulen Menschen sind basale Prozesse innerhalb der Sprachverarbeitung verändert, wodurch Wortbilder und sprachliche Zusammenhänge oder Rechenprozesse nur schwer erfasst und gespeichert werden können. Das automatische Abrufen der Verbindung von Sprache und Schrift oder Zahlen gelingt nur schwierig und wesentlich langsamer.

Bleibt eine Primärlegasthenie oder Primärdyskalkulie unbehandelt, kann sich daraus eine Sekundärlegasthenie oder Sekundärdyskalkulie entwickeln. In diesem Fall gesellen sich zu den Schwierigkeiten einer Legasthenie oder Dyskalkulie noch zusätzlich psychische Probleme hinzu. Da Legasthenie und Dyskalkulie das Resultat einer Aufmerksamkeitsreduktion und einer Teilleistungsschwäche in der Wahrnehmung, der Motorik und/oder der sensorischen Integration ist, reicht hier ein gewöhnlicher Nachhilfeunterricht für den gewünschten Erfolg nicht aus.

Ein Legasthenie- und Dyskalkulie-Training hat einen ganzheitlichen Anspruch bei dem die Aufmerksamkeit gesteigert werden muss. Durch ein spezielles Training, das auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes angepasst wird, muss die Wahrnehmung im auditivem, visuellem und taktilem Bereich gestärkt und geschärft und die betroffenen Teilleistungen trainiert werden. Schließlich muss auch an den speziellen Fehlertypen gearbeitet werden. Dies stellt hohe und spezielle Anforderungen auf pädagogisch-didaktischer Interventionsebene. Daher ist Legasthenie oder Dyskalkulie auch kein psychologisches oder pathologisches Problem, sondern bedarf ein angemessenes Training auf pädagogischer Ebene, im Rahmen eines Legasthenie- oder Dyskalkulie-Trainings.


2. Merkmale einer Legasthenie / Dyskalkulie?

Eine Legasthenie und eine Dyskalkulie ist so individuell, wie der Mensch selbst und kann viele verschiedene Ausprägungen haben. Generell lassen sich jedoch folgende Anzeichen beobachten:

Beim Lesen

  • Langsames oder stockendes Lesen
  • Wörter oder Buchstaben werden ausgelassen oder hinzugefügt
  • Unbemerktes Lesen falscher Wörter
  • Silbenweises Lesen von Wörtern
  • Häufiges Verrutschen in der Zeile
  • Mangelndes Sinnverständnis beim Lesen

Beim Schreiben

  • Viele Rechtschreibfehler auch beim Abschreiben
  • Lautgetreue Verschriftlichung des Gehörten (zB. "fertich" statt "fertig")
  • Fehlende Verdoppelung von Konsonanten (zB. "komen" statt "kommen"
  • Verwechslung von Buchstaben die sich durch ihren Laut ähneln (zB. "Dee" statt "Tee"
  • Verwechslung von Buchstaben die sich durch ihre Lage ähneln (zB. "Tob" statt "Tod")
  • Auslassen oder Hinzufügen von Buchstaben oder Worten
  • Vertauschen der Reihenfolge von Buchstaben (zB. "Stren" statt "Stern)
  • Häufiges Absetzen beim Schreiben
  • kein Gefühl für die Platzeinteilung beim Schreiben

In der gesprochenen Sprache

  • Verwaschene Artikulation
  • Schwierigkeiten, eine Geschichte korrekt in der Reihenfolge zu erzählen

Merkfähigkeit

  • Geringe Merkfähigkeit beim Zuhören oder Lesen

Motorik

  • Allgemeine Ungeschicktheit
  • Undeutliches Schriftbild

Verhaltensauffälligkeiten

  • Aufmerksamkeitsproblem
  • Abneigung der Schule oder dem Lehrstoff gegenüber
  • Aggressivität
  • Hyperaktivität

Nicht immer stecken hinter diesen Anzeichen eine Legasthenie oder eine Dyskalkulie. Sollten Sie jedoch vermehrt einige dieser Anzeichen bei ihrem Kind beobachten, ist es ratsam ihr Kind auf Legasthenie oder Dyskalkulie testen zu lassen.


3. Was ist der AFS-Test?

Der AFS-Test ist ein weltweit anerkanntes pädagogisches Computertestverfahren zur Feststellung und Kategorisierung einer Legasthenie oder Dyskalkulie. Mit minimalen Zeitaufwand von ca. 60 bis 90 Minuten kann mit dem AFS-Test eine eventuell vorliegende Legasthenie oder Dyskalkulie festgestellt und kategorisiert werden. Mit dem Testverfahren kann auch eine LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) und RS (Rechenschwäche) von einer Legasthenie oder Dyskalkulie abgegrenzt werden.

Der AFS-Test (Aufmerksamkeit, Funktionen, Symptome) ist ein  pädagogisches Computertestverfahren, das in einem Forschungszentrum in den USA entwickelt und in diversen Sprachen umgesetzt wurde. Der Test wird bereits erfolgreich in über 60 Ländern angewandt.

Mittlerweile wurde der AFS-Test schon an mehr als 200.000 Kindern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren durchgeführt. Eine Langzeitstudie hat dabei dessen Wirksamkeit bestätigt. Der AFS-Test dabei gilt als äußerst objektiv und zuverlässig. Der AFS-Test ist weltweit anerkannt und zur Vorlage in Schulen berechtigt. Das Testverfahren wird von der Dyslexia Research Center AG an die Diplomierten Legasthenie- und DyskalkulietrainerInnen weitergegeben und darf ausschließlich von diesen praktiziert werden.

Ausgangspunkt für die Entwicklung des AFS-Tests war die Annahme, dass Kinder, die von einer Legasthenie/Dyskalkulie betroffen sind, beim Schriftspracherwerb und beim Erwerb der Rechenfähigkeiten Schwierigkeiten mit der Sinnesverarbeitung haben, das beim Zusammentreffen mit Buchstabensymbolen oder Zahlensymbolen zu Aufmerksamkeitsdefizite führt. In Folge treten Wahrnehmungsfehler auf.


4. Für wen ist der AFS-Test geeignet?

  • ab 6 Jahre bis …
  • Ihr Kind sitzt stundenlang vor der Hausübung.
  • Vermehrtes Üben bringt keinen Erfolg.
  • Die Aufmerksamkeit Ihres Kindes lässt nach, wenn es auf Buchstaben oder Zahlen trifft.
  • Das Schriftbild ihres Kindes wirkt schlampig.
  • Ihr Kind hat auffällig "gute" und "schlechte" Tage.

Wenn bei einem Kind, mit durchschnittlicher oder überdurchschnittlicher Intelligenz, die Aufmerksamkeit nachlässt, wenn es auf Symbole, also Buchstaben oder Zahlen trifft, die Sinneswahrnehmungen different sind und eine gewisse Fehlersymptomatik vorliegt, gehen Experten von einer Legasthenie oder Dyskalkulie aus. Dabei gibt es zahlreiche Symptome, die auf eine bestehende Legasthenie oder Dyskalkulie hinweisen können. Tatsächliche Gewissheit verschafft lediglich der AFS-Test.

5. Stärken legasthener oder dyskalkuler Menschen?

Hohe Auffassungsgabe

Legasthene Menschen verfügen über eine hohe Auffassungsgabe. Sie lernen schnell, vorausgesetzt das Wissen wird ihnen nicht über Buchstaben vermittelt.

Hohe Kreativität

Legasthene und dyskalkule Menschen verfügen oft über eine ausgeprägte kreative Ader. Sie strotzen nur so vor Ideen und haben eine ausgeprägte Fantasie. Malen, Basteln, Dinge entwerfen, … darin sind sie spitze!

Bildhaftes Gedächtnis

Legasthene und dyskalkule Menschen verfügen über ein ausgeprägtes bildhaftes Denken. Diese Art zu denken bedarf einer hohen Kreativität, Denkgeschwindigkeit und Komplexität. Dies kann aber auch im Lernprozess zu Missverständnissen und Blockaden führen, da der bildhafte Denker Mühe hat, bildlose Wörter, wie z.B. "weil" in seinem Gedächtnis zu erzeugen.

Sehr gutes technisches Verständnis

Legasthene und dyskalkule Menschen haben ein sehr gutes Verständnis für Konstruktionsspiele, wie zum Beispiel Lego bauen. Im Umgang mit dem Computer oder andere technische Geräte liegen ihre Stärken.

Umfassende Sichtweise

Legasthene und dyskalkule Menschen verfügen über eine umfassende Sichtweise. Diese Fähigkeit kommt ihnen bei kreativen Denkweisen und handlungsorientierten Lösungsvorschlägen zugute.

Große Fantasie

Legasthene und dyskalkule Menschen haben sehr viel Fantasie. Zum Beispiel mangelt es legasthenen Menschen nicht an Geschichten, sondern nur an deren Umsetzung auf Papier.

Empathisches Verständnis

Legasthene und dyskalkule Menschen haben ein einfühlsames Wesen und können mit dieser Charakterstärke viel Verständnis ihrem Gegenüber entgegenbringen.


6. Mit welchen Vorurteilen haben Betroffene zu kämpfen?

1. Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche, sowie Dyskalkulie und Rechenschwäche seien das Selbe.

Fakt: Legasthenie und Dyskalkulie ist vererbt und bleibt ein Leben lang vorhanden. Durch ein Training mit einem/r Diplomierten Legasthenie-TrainerIn werden die Probleme jedoch stark minimiert. Den Betroffenen wird geholfen, mit ihren Schwierigkeiten umgehen zu können und so die Lese- oder Schreibprobleme zu bewältigen.

Eine Lese-Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche hingegen ist meist nur vorübergehend. Ihr liegt ein Übungsdefizit zugrunde. Auch psychische oder physische Ursachen, aber auch Verhaltensauffälligkeiten können Verursacher sein.

2. Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie seien dumm.

Fakt: Eine Legasthenie oder Dyskalkulie sagt nichts über den IQ eines Menschen aus. Personen mit niedrigem Intelligenzquotienten werden nämlich als geistig minderbegabt und nicht als legasthen bezeichnet. Es konnte sogar festgestellt werden, dass Menschen mit einer Legasthenie/Dyskalkulie oft überdurchschnittlich intelligent sind. Legasthenie und Dyskalkulie liegt eine Aufmerksamkeitsreduktion und differente Sinneswahrnehmungen zu Grunde.

3. Legasthenie und Dyskalkulie sei eine Krankheit.

Fakt: Dieser Irrglaube rührt daher, da die WHO Legasthenie und Dyskalkulie in der ICD-10 definiert. ICD bedeutet "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems". Der ICD-10 Code dient dabei der Klassifikation und Einordnung von Krankheiten

Legasthenie und Dyskalkulie gehört jedoch in den Bereich der Pädagogik, da legasthene und dyskalkule Menschen lediglich eine andere Informationsverarbeitung haben, als nicht betroffene Personen.

4. Legasthene und dyskalkule Kinder hätten Konzentrationsstörungen oder wären hyperaktiv.

Fakt: Die Unaufmerksamkeit, die bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie auftritt, wird fälschlicherweise oft als Krankheitsbild gedeutet. Allerdings tritt die Unaufmerksam bei den betroffenen Kindern nur auf, wenn sie auf Symbole, also Buchstaben, treffen.

5. Legasthene Menschen müssen nur vermehrt Schreiben oder Lesen üben, dyskalkule Menschen beherrschen das Rechnen noch nicht.

Fakt: Die Fehler, die die Betroffenen machen, sind lediglich die Symptome aber nicht die Ursache. Legasthene und dyskalkule Menschen nehmen ihre Umwelt differenziert anders wahr. Ihre Aufmerksamkeit lässt nach, wenn sie auf Symbole, also Buchstaben oder Zahlen treffen.

6. Eine Legasthenie und eine Lese-Rechtschreibschwäche bedürfe der selben Förderung.

Fakt: Bei einer Lese-Rechtschreibschwäche und bei einer Rechenschwäche muss an den Symptomen, also an den Fehlern gearbeitet werden. Im Gegensatz dazu muss bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie eine Förderung nicht nur im Symptombereich, sondern auch im Bereich der Aufmerksamkeit und der Sinneswahrnehmungen stattfinden.

7. Die Dauer des Trainings sei abhängig vom Erfolg. Vermehrtes Üben würden schulische Leistungen verbessern.

Fakt: Die Fehler beim Schreiben und Lesen sowie Rechnen sind lediglich die Symptome einer Legasthenie, nicht aber deren Auslöser. Daher muss zusätzlich am Aufmerksamkeitsdefizit und den differenten Sinneswahrnehmungen, gearbeitet werden.

8. Wenn eine Legasthenie und eine Dyskalkulie sowieso ein Leben lang vorhanden bleibt, könne das Training auch gespart werden.

Fakt: Von diesem Gedankengang ist dringend abzuraten! Eine Legasthenie und eine Dyskalkulie, die unbehandelt bleibt, kann in ihren Ausprägungen weitere Formen annehmen. Das heißt eine Primäre Legasthenie/Dyskalkulie kann, wenn sie unbehandelt bleibt, zu einer Sekundärlegasthenie/-dyskalkulie führen. Hierbei gesellen sich dann zu den Anzeichen einer Legasthenie auch physische oder psychische Probleme sowie Verhaltensauffälligkeiten.

Wird eine Legasthenie und Dyskalkulie rechtzeitig behandelt, führt dies auch zum Erfolg.

9. Wahrnehmungsfehler und Rechtschreibfehler seien das Selbe.

Fakt: Das ist nicht richtig! Während Rechtschreibfehler durch die Unkenntnis eines Wortes oder mangelhaftes Wissen entstehen, ergeben sich Wahrnehmungsfehler durch die besondere Wahrnehmung eines legasthenen Menschen. Dies ist auch der Grund, warum in einem Text ein und das selbe Wort einmal richtig und einmal falsch geschrieben wird.

10. Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie wären am besten beim Psychologen oder Arzt aufgehoben.

Fakt: Es gibt eine Reihe von Berufsgruppen, die sich mit Legasthenie und Dyskalkulie befassen. Lesen, Schreiben und Rechnen mit ihren Ausprägungen und Schwierigkeiten war jedoch schon immer Aufgabenbereich der Pädagogik, weshalb das Training von Legasthenie und Dyskalkulie auch auf pädagogisch-didaktischer Ebene statt finden muss.

Legasthenie ist nämlich keine Krankheit. Die Betroffenen haben lediglich eine andere Informationsverarbeitung und ihre Aufmerksamkeit lässt nach, wenn sie auf Symbole, wie Buchstaben treffen.

Gesundheitsberufe, wie Ärzte, Psychologen, Logopäden, Ergotherapeuten u.a., sollen erst dann herangezogen werden, wenn sich aus einer Primärlegasthenie/-dyskalkulie eine Sekundärlegasthenie/-dyskalkulie entwickelt hat.


7. 10 Fakten

1. Legasthene und dyskalkule Menschen sind oft überdurchschnittlich intelligent.

2. Eine Legasthenie und eine Dyskalkulie ist so individuell wie der Mensch selbst.

Jede Legasthenie und jede Dyskalkulie äußert sich ein wenig anders. Daher muss auch das Training individuell auf das betroffene Kind abgestimmt werden.

3. Die Leistung legasthener und dyskalkuler Menschen ist abhängig von der momentanen Tagesverfassung. Betroffene haben sozusagen gute und schlechte Tage. Das erklärt, warum ein und die selbe Übung an einem Tag richtig und an einem anderen Tag falsch ausgeführt wird.

4. Legasthene und dyskalkule Menschen nehmen ihre Umwelt differenziert anders wahr. Sie haben eine andere Informationsverarbeitung als nicht betroffene Menschen, weshalb Fehler beim Schreiben, Lesen oder Rechnen entstehen.

5. Die auftretenden Schwierigkeiten bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie können mit Hilfe eines pädagogisch-didaktischen Trainings minimiert werden. Dies muss auf die individuellen Schwierigkeiten angepasst werden.

6. Legasthenie und Dyskalkulie sind genbedingt, sie werden also vererbt.

7. Es ist wichtig eine Legasthenie von einer Lese-Rechtschreibschwäche und eine Dyskalkulie von einer Rechenschwäche zu unterscheiden, da die Förderung eine Andere sein muss.

8. Eine Legasthenie und eine Dyskalkulie kann frühestens ab der zweiten Hälfte der ersten Schulstufe festgestellt werden. Also ab einem Zeitpunkt, ab dem sich das Kind schon ausreichend mit Buchstaben oder Zahlen beschäftigt hat. Im Vorschulalter können lediglich differente Sinneswahrnehmungen durch bestimmte Testverfahren festgestellt werden.

9. Legasthenie und Dyskalkulie fallen in den Aufgabenbereich der Pädagogik. Das Training kann daher nur auf pädagogisch-didaktischer Ebene erfolgen.

Legasthenie und Dyskalkulie kann nicht durch einen Intelligenz-Test festgestellt werden. Es ist doch nahezu paradox, die Intelligenz eines Menschen mit den Mitteln zu testen, die bei ihm anders ausgebildet sind als bei nicht legasthenen/dyskalkulen Menschen.

Legasthenie und Dyskalkulie kann daher ausschließlich von einem/r Diplomierten Legasthenie-TrainerIn festgestellt werden, welche/r die Betroffenen auf pädagogisch-didaktische Ebene testet und fördert.

10. Die Intelligenz eines Menschen sagt nichts über eine bestehende Legasthenie oder Dyskalkulie aus. Personen mit niedrigem Intelligenzquotienten werden nämlich als geistig minderbegabt und nicht als legasthen oder dyskalkul bezeichnet.

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